Familie Ulma Museum der Juden rettenden Polen im 2. Weltkrieg

Gerettet aus der Vergessenheit

Im kleinen Dorf Markowa, süd-östlich von Łańcut, finden Sie ein interessantes Museum in einem preisgekrönten Gebäude des Architekts Mirosław Nizio.  Das Museum der Familie Ulma ist das erste Museum in Polen, das die Rettung der jüdischen Bevölkerung im besetzten Polen während des zweiten Weltkriegs gewidmet ist. Das Museumsgebäude und das Interieur  wurde von Mirosław Nizio – bekannt für seine moderne Museumsarchitektur und Design von Expositionen – entworfen

Heldenhafte Familie Ulma

Józef und Wiktoria Ulma, haben während der deutschen Besatzung am Ende des Jahres 1942, trotz Armut und Not, acht Juden in ihrem Haus versteckt. Das Versteck wurde wahrscheinlich von Włodzimiers Leś, ein Polizist aus Łańcut, verraten. Im Jahr 1944 wurden zuerst die jüdischen Familien, dann Joseph und Victoria (die sieben Monate schwanger war) und schließlich die sechs Kinder ermordet. Die Familie Ulma hat ihr eigenes Leben in Gefahr gebracht um das von Anderen zu retten.

Polnisches Märtyrertum

Familie Ulma ist zum Symbol polnischen Leidens und Märtyrertums während der deutschen Besatzung geworden. Am 13. Sepember 1995 wurden Józef Ulma und seine Frau Wiktoria Ulma von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern anerkannt.

Preisgekrönte Ausstellung

Im Preisgekrönten Interieur des Museums  finden Sie archivierte Dokumente, Videos und Bilder. Die Informationen sind in drei Sprachen: Polnisch, Englisch und Hebräisch. Hier erfahren Sie wie während des Zweiten Weltkrieges die Juden in der Wojewodschaft Podkarpackie von der Bevölkerung gerettet wurden. Man findet hier außerdem Listen mit Namen von Personen, die während des Zweiten Weltkriegs Juden gerettet haben: eine Liste der Retter in der Podkarpackie Wojewodschaft, wo Wissenschaftler der Abteilung des Instituts für Nationales Gedenken in Rzeszów Hilfe nachweisen können, und eine Liste von in der Podkarpackie Wojewodschaft ermordeten Retter die die Hilfe mit ihrem eigenen Leben bezahlt haben.

Wechselausstelung

Im Ulma Museum gibt es noch bis zum 14 Mai 2018 eine Ausstellung „Mit dem Risiko ihres Lebens – Polen, die Juden während des Holocaust gerettet haben“, vorbereitet vom warschauer POLIN Museum für Geschichte der Polnischen Juden in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigem Amt der Republik Polen. Auf 18 Informationstafeln können Sie Geschichten von Polen erleben, die ihr eigenes Leben und das Leben ihrer Familien riskierten und den verfolgten Juden halfen. Lassen Sie sich von den Umständen, dem Ausmaß der Unterstützung und den Motivationen der Rechtschaffenen beeindrucken.

In der Mitte des Museums können Sie im Inneren des Hauses (Rekonstruktion) der Familie Ulma eintreten. Das Haus befand sich in der Nähe des Museums, leider existiert es nicht mehr.

Museum-Umgebung

Vor dem Museum finden Sie einen Platz mit beleuchteten Gedenktafeln mit den Namen von Polen die wegen des Versteckens von Juden in ihren Häusern ermordet wurden. Mitten auf dem Platz gibt es eine Gedenktafel mit der Inschrift – Gedenkstätte für die jüdischen Opfer gemeinsam mit ihren anonymen polnischen Helfern. An der Wand neben dem Museum hängt eine Gedenktafel mit den Namen der Bewohner der Wojewodschaft Podkarpackie die Juden geholfen haben zu überleben.

Obstgarten des Gedenkens

In der Nähe des Museums wurden Obstbäume gepflanzt – der Obstgarten des Gedenkens. Es wurde den geretteten Juden gewidmet. Entlang der Alleen des Obstgartens finden Sie Gedenktafeln mit den Namen der Städte und Dörfer innerhalb der Grenzen von Polen im Jahr 1939, wo während des Krieges Polen, ihr Leben riskierend, Juden gerettet haben. Im Obstgarten sind nur die Städte erwähnt, wo Menschen lebten die den Titel Gerechte unter den Völkern bekommen haben.

Das Ulma-Familie Museum eröffnete im März 2016. Das Museum wird durch das Schlossmuseum in Łańcut, die Regierung von der Podkarpackie Wojewodschaft und das Ministerium für Kultur und Nationalerbe betreut.

Ausgezeichneter moderner Architektur

Der bekannte polnische Architekt Mirosław Nizio hat nicht nur das Ulma-Museum in Markowa, sondern auch das preisgekrönte Museum der Polnischen Juden in Warschau und das Museum für Zeitgenössische Kunst in Breslau entworfen. Das Ulma Museumsgebäude stellt ein primitives Landhaus da. Die Form des Gebäudes ist minimalistisch und einfach. Dieses wunderschöne regionale Museum gewann die Property Design Award 2017 für das Interieur Design und die Ausstellung. Das Gebäude wurde auch für das „Polnische Architektur 2016“ Wettbewerb in der Kategorie für das beste Interieur Design von öffentlichen Gebäuden nominiert.

Freiluftmuseum Markowa

Wenn sie in Markowa sind besuchen Sie dann auch das Freiluftmuseum mit traditionellen Umgebindehäusern mit Reetdächern.

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Kontakt und Informationen

Schloss Museum in Łańcut
Familie Ulma Museum der Juden Rettenden Polen im 2. Weltkrieg
37-120 Markowa 1487
Polen
Tel: +48 17 224 10 15
E-mail: sekretariat@muzeumulmow.pl

http://muzeumulmow.pl/en/


http://muzeumulmow.pl/en/

Öffnungszeiten

November – März:
Dienstag-Sonntag: 10.00-16.00 Uhr

April-Oktober:
Dienstag-Sonntag: 10.00-18.00 Uhr

 

Montags geschlossen

Jeden Sonntag können Sie das Museum kostenlos besuchen.

Empfohlenes Alter für den Besuch der Ausstellung: ab 12 J.